Keine Regresse in Niedersachsen
21. Juni 2012 |
Dem IFK wurde von Mitgliedern vermehrt gemeldet, dass sich einige Ärzte in Niedersachsen seit Monatsbeginn äußerst zurückhaltend bei der Verordnung von Heilmittel-Verordnungen verhalten. Grund ist ein Schreiben der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) an rund 10 % ihrer Mitglieder – an all jene Ärzte, die nach den Zahlen der ersten drei Quartale 2011 ihr Richtgrößenniveau um mehr als 25 % überschritten haben.
Auf Rückfrage des IFK bestätigte die KVN aber, dass es in Niedersachsen in den letzten Jahren zu keinem einzigen Regressverfahren im Heilmittelbereich gekommen ist. Für 2009, 2010 und bislang auch für das Jahr 2011 hat nicht einmal ein einziges Prüfverfahren stattgefunden. Da mit dem Versorgungsstrukturgesetz die „Beratung vor Regress“ gestärkt wurde und Ärzte dadurch bei ersten Verfehlungen noch nicht direkt in Regress genommen werden dürfen, sind entsprechende Verfahren auch für die nahe Zukunft unwahrscheinlich.
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