Kassenverhandlungen

Es ist der erste Schritt der umfangreichen Reform der Vergütung von ambulanten Heilmittelleistungen, die durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) eingeleitet wurde: Seit dem 1. Juli 2019 gilt für jedes Bundesland und jede Kassenart der jeweils höchste Preis, der für die jeweilige Leistungsposition in einer Region des Bundesgebiets vereinbart worden ist.

Für die allgemeine Krankengymnastik bedeutet dies z. B., dass seit Juli 2019 bundesweit mit allen gesetzlichen Krankenkassen, d. h. AOK, BKK, IKK, Knappschaft, vdek und SVLFG, ein einheitlicher Preis von 21,11 € abgerechnet werden kann. Das entspricht dem derzeit höchsten Preis der IKK, BKK und Knappschaft aus Schleswig-Holstein. Der Preis für die Manuelle Therapie liegt dann bei 25,35 € entsprechend dem heutigen Preis in Bayern und bei den Regionalkassen BKK, IKK und Knappschaft in Baden-Württemberg.

Der genaue Stichtag, ab wann die neuen Vergütungssätze abgerechnet werden dürfen, ist den bestehenden Verträgen mit den jeweiligen Krankenkassen zu entnehmen, die – unter Berücksichtigung der auf den Bundeshöchstsatz anzupassenden Preise – noch bis zum kommenden Jahr weiter gelten.

Insgesamt sind die Vergütungssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung damit seit Anfang 2017 um durchschnittlich rund 39 % gestiegen.

Die detaillierten Informationen über die neuen Preise aller Positionen, das prozentuale Erhöhungsvolumen sowie den Stichtag der Anwendung haben IFK-Mitglieder erhalten.