4. Nationales Schmerzforum mit IFK-Beteiligung

Beim 4. Nationalen Schmerzforum kamen erneut wichtige Akteure des deutschen Gesundheitssystems in Berlin zusammen, um gemeinsam eine Verbesserung der Schmerzversorgung herbeizuführen. IFK-Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger nahm als Verbandsvertreterin der Physiotherapie an der Runde teil und stellte die Sichtweise der Branche überzeugend dar.

Den Themenfokus legte das diesjährige Forum vor allem auf das Handlungsfeld Patientenorientierung. Dazu fand eine Paneldiskussion statt, die mit zahlreichen hochkarätigen Teilnehmern besetzt war, darunter Dr. Renate Heinisch (MdEP a. D., Mitglied des Europäischen Wirtschafts-und Sozialausschuss und Vorstandsmitglied der BAGSO e.V.).

Im Rahmen der Diskussion fand ein professioneller interdisziplinärer Austausch und Abgleich mit der Sichtweise der zahlreichen Patientenvertreter statt. Einen gemeinsamen Standpunkt fanden die Teilnehmer vor allem darin, dass die Leistungserbringer mehr Zeit für eine angemessene Kommunikation benötigen, so z. B. bei der Erläuterung des Krankheitsbilds gegenüber dem Patienten.

Die IFK-Vorstandsvorsitzende verdeutlichte in ihrem Beitrag, dass Patientenorientierung insbesondere in der Physiotherapie gelebter Alltag ist. So übersetzen Physiotherapeuten regelmäßig die Fachsprache in die Sprache der Patienten, diktieren den Patienten dabei keine Maßnahmen, sondern machen Vorschläge zu Verhaltensänderungen oder auch zu Übungsprogrammen. Dabei liegt die Entscheidungsfreiheit immer beim Patienten. Dieser Standpunkt fand allgemeine Zustimmung unter den Diskussionsteilnehmern, ebenfalls bestand Konsens, dass alle Akteure des Gesundheitssystems sich regelmäßig selbst im Hinblick auf die eigene Patientenorientierung prüfen sollen.

Weitere Artikel

G-BA erweitert Diagnoseliste zum langfristigen Heilmittelbedarf (LHB)

2026 | 21.08. In seiner gestrigen Sitzung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Diagnoseliste für den langfristigen Heilmittelbedarf (LHB) um die Indikationen „Multisystematrophie vom Parkinson-Typ (MSA-P, ICD-10-GM G23.2)“ und „Multisystematrophie vom zerebellären Typ (MSA-C, ICD-10-GM G23.3)“ erweitert.

Erhöhung der Höchstbeträge für beihilfefähige Aufwendungen ab 1. September 2026

2026 | 18.08. Ab dem 1. September 2026 steigen erneut die Höchstsätze der Bundesbeihilfeverordnung für einige Leistungen. Dies betrifft unter anderem die Erweiterte ambulante Physiotherapie (EAP) (Anstieg von 115,30 Euro auf 123,80 Euro) sowie Leistungen im Bereich „Sonstiges“, die für alle Heilmittelbereiche einheitlich gelten. Hierzu gehört auch die versorgungsbezogene Pauschale je Blankoverordnung (Anstieg von 98,60 Euro auf 102,70 Euro), die bei beihilfeberechtigten Patienten noch erstattet wird.  

Wie sich die Telematikinfrastruktur weiterentwickelt

2026 | 17.08. In unserer Reihe „TI: Schluss mit dem Aufschieben“ führen wir Sie Woche für Woche an die TI heran. Heute wollen wir einen Blick auf ihren derzeitigen Stand und geplante Weiterentwicklungen werfen. Dass sich die Telematikinfrastruktur weiterentwickelt, wird vor allem daran deutlich, dass wir seit 2026 von der TI 2.0 sprechen. Diese Weiterentwickelung funktioniert von jedem Ort aus und ganz ohne spezielle Geräte, da sie über das Internet erreichbar ist.