QNP-Jubiläum: Gemeinsam gegen die Grundlohnsumme

Einen Schulterschluss demonstrieren konnten IFK-Vorstandsreferent Dr. Björn Pfadenhauer und die ZVK-Vorstandsvorsitzende Andrea Rädlein bei der Jubiläumsveranstaltung des Qualitätsnetzes Physiotherapie Paderborn e. V. (QNP). Gegenüber den Bundestagsabgeordneten Roy Kühne (CDU) und Burkhard Blienert (SPD), die beide Mitglieder des Gesundheitsausschusses sind, vertraten sie einheitlich die gemeinsamen Forderungen des Spitzenverbands der Heilmittelverbände (SHV).

Anlässlich seines 10-jährigen Jubiläums hatte das QNP renommierte Referenten aus Politik, Wissenschaft und Praxis geladen. Nach der Begrüßung durch die 1. Vorsitzende des QNP, Sonja Husemann und den Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie des örtlichen St. Vincenz-Krankenhauses, Dr. Lutz Mahlke, erhielten die zahlreichen Gäste einen Überblick über die schwierige wirtschaftliche Situation der niedergelassenen Physiotherapiepraxis. Burkhard Blienert referierte im Anschluss zum Thema „Heil- und Hilfsmittel in Deutschland. Versorgungssicherheit auf Rezept!?“. Auch Roy Kühne, der per Telefon zugeschaltet wurde, griff die Problematik Versorgungssicherheit auf und machte mit Verweis auf die aktuellen Gesetzesvorhaben deutlich, dass die Versorgungssicherheit im Heilmittelbereich aus politischer Perspektive langfristig nicht gewährleistet sei.

Dies lieferte dem IFK eine gute Vorlage, um angesichts des Fachkräftemangels und der Versorgungsunsicherheit im ländlichen Raum die Forderung nach einem Direktzugang zu forcieren. IFK und ZVK machten sich gemeinsam stark für die SHV-Forderung  nach mehr Autonomie in der Physiotherapie und hoben in ihren Vorträgen die gemeinsamen Bemühungen für einen Wegfall der Grundlohnsummenbindung hervor. Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Präsentation von Prof. Dr. Beate Klemme (FH Bielefeld), die aus wissenschaftlicher Perspektive die Herausforderungen einer zukunftsweisenden Physiotherapieausbildung aufzeigte.

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