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Erster staatlicher Studiengang Physiotherapie in Baden-Württemberg

Gute Nachrichten aus Stuttgart: Die Hochschule Furtwangen (HFU) wird zusammen mit den Gesundheitsschulen Südwest und Emmendingen ab dem Wintersemester 2016/17 einen Physiotherapie-Studiengang anbieten. Das Wissenschafts-Ministerium hat dafür nun grünes Licht gegeben. Damit entsteht der erste und bisher einzige staatliche und kostenfreie primärqualifizierende Studiengang Physiotherapie in Baden-Württemberg.

Mit einem Studium der Physiotherapie wird der Fokus auf die wissenschaftlichen und medizinischen Aspekte des Berufs gelegt. Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Physiotherapie werden sowohl den akademischen Grad Bachelor of Science als auch die Berufszulassung zur Physiotherapie erlangen. Innerhalb des auf sieben Semester angelegten Studiums findet entsprechend der gesetzlichen Vorgaben die praktische Ausbildung in Krankenhäusern und Reha-Kliniken statt und entspricht damit in vollem Umfang der praktischen Ausbildung, wie sie in den Fachschulen üblich ist – so bleibt Bewährtes erhalten. Alle vorgeschriebenen praktischen Ausbildungseinsätze von 1.600 Stunden sind in das Studium integriert. Die praktischen Studienphasen können zum Teil auch im nahen Ausland, wie der Schweiz, Frankreich oder Großbritannien, absolviert werden. Anmeldungen zum Studiengang sind ab Frühjahr 2016 möglich.
Die Berufsaussichten für Physiotherapeuten sind exzellent, da schon heute ein eindeutiger regionaler Fachkräftemangel existiert. Die Prognosen gehen von einer signifikanten Zunahme auch in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2030 aus, was sicher in Zukunft auch den Bedarf an akademisch ausgebildeten Physiotherapeuten erhöhen wird.
Der IFK verfolgt langfristig eine vollständige Überführung der Ausbildung an die Hochschule auf der Basis einer gestuften Studienstruktur mit Bachelor- und Masterstudiengängen. Dieses Ziel fördert der IFK z. B. mit den IFK-Wissenschaftspreisen für Bachelor- und Masterarbeiten, einer kostenlosen IFK-Mitgliedschaft für Studenten oder der Mitarbeit an Studien und Leitlinien.

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