IFK-Jahreshauptversammlung: Das Jahr 2025 im Blick
Am 21. März hatte der IFK seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung geladen. Bei sonnigem Wetter fanden sich Mitglieder aus Verband, Vorstand und Geschäftsstelle in den Räumlichkeiten des Fortbildungszentrums in Bochum ein. Auf der Tagesordnung stand der Rückblick auf die Verbandsarbeit des letzten Jahres. 2025 war ein bewegtes Jahr für die Physiotherapie – viel Stoff für die drei Vorstandsmitglieder. Ute Repschläger, Jan Neuer und Brigitte Heine-Goldammer gaben in ihren Rechenschaftsberichten spannende Einblicke in Sachstände und Entwicklungen ihrer Ressorts.
Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger gab in ihrem Rechenschaftsbericht tiefgehende Einblicke in die berufspolitische Arbeit des Verbands. Diese stand in 2025 vor allem im Zeichen der Veränderung, die die neu gewählte Bundesregierung und der Koalitionsvertrag mit sich brachte. Gerade in dieser Zeit stand viel Netzwerkarbeit in Berlin auf Repschlägers Agenda. „Natürlich war es uns da ein Anliegen, von Anfang an vorne mit dabei zu sein, um unsere physiotherapeutischen Anliegen zu platzieren. Zu den Themen gehörte natürlich auch das Berufsgesetz, auf das wir schon lange warten “, so Repschläger. Zunehmend rückten im vergangenen Jahr Strukturreformen des Gesundheitssystems in den Blick des Bundesgesundheitsministeriums – Stichwort Primärversorgungssystem (lesen Sie hier mehr dazu). „Immer mehr wird allen Beteiligten klar, dass wir alle Ressourcen im Gesundheitssystem effizient nutzen müssen. Eine Steuerung der Patienten wird unumgänglich“, kommentierte Repschläger. Vor diesem Hintergrund platzierte sie im Gespräch mit wichtigen Akteuren immer wieder die Position des IFK, dass die Einführung des Direktzugangs ein effizienter Weg ist, um eine patientenorientierte Versorgung in Zukunft zu gewährleisten.
Brigitte Heine Goldammer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende IFK, stellte in ihrem Rechenschaftsbericht die Arbeit aus der Wissenschaft und ihr Wirken am IFK-Mitgliedermagazin physiotherapie als Chefredakteurin vor. „Diese Arbeit ist umfangreicher, als das von außen aussieht. Vom Verfassen der Artikel bis zum Erscheinen der Zeitschrift sind viele Schritte nötig: Fotos müssen recherchiert, Interviews gehalten und neue Themen entschieden werden.“ Auch die beiden IFK-Preise, der IFK-Wissenschaftspreis und der IFK-Buisnessplanwettbewerb, stehen in ihrem Verantwortungsbereich. „Die Auswahl der Preisträger gemeinsam mit den Jurys und auch die Verleihungen begleite ich gern – das ist immer eine gute Gelegenheit, mit dem Nachwuchs in den Austausch zu kommen“, so Heine-Goldammer.
Danach stellte der stellvertretende IFK-Vorsitzende Jan Neuer unter anderem die Arbeit der IFK-Sachverständigenkommission vor, deren fachliche Leitung er innehat und die sich seit Gründung der Sachverständigenkommission im Jahr 2024 zunehmend als Anlaufstelle für Gerichte und Staatsanwaltschaften für Gutachten im Bereich der Physiotherapie etabliert. Wie Neuer zu seinem Ressort „Fortbildungen“ darlegte, konnten für das Angebot des IFK neue Themen und Referenten im Jahr 2025 gewonnen werden. „Auch da muss man immer wieder schauen, dass man am Zahn der Zeit bleibt. Mir ist es wichtig, aufmerksam zu bleiben und zu schauen, was kann man noch machen, wie lässt sich das Angebot sinnvoll erweitern?“, so Neuer.
Auch IFK-Geschäftsführer Dr. Björn Pfadenhauer berichtete der IFK-Mitgliedschaft. Er stellte die Arbeit der Geschäftsstelle vor und gab Rechenschaft über den Jahreshaushalt 2025 ab. Neue Service-Angebote wurden im Jahr 2025 konzipiert, darunter das Praxisübergabezentrum als Gegenstück zum IFK-Gründerzentrum und auch die Vorbereitungen für die neue IFK-App. „Unser Anliegen war es, allen Kommunikationsbedürfnissen unserer Mitglieder entgegenzukommen“, so Pfadenhauer, „Die App ist ein neuer Baustein, um andere Formen von Kommunikation und Informationsverarbeitung zur Verfügung zu stellen. Wir sind im Veränderungsprozess.“ Er gab Bilanz über den Haushalt und die Mitgliederzahl des IFK, bei der erneut ein Wachstum in der Zahl der Verbandsmitglieder zu verzeichnen ist. Auch was die IFK-Geschäftsstellenmitarbeiter angeht, konnte ein Wachstum des Kollegiums verzeichnet werden, wie Pfadenhauer berichtete. „Das ist erfreulich, weil wir damit sicherstellen, dass Sie die qualitativ hochwertige Dienstleistung erhalten, die Sie von uns erwarten. Aber wir ruhen uns darauf keineswegs aus, sondern schauen immer, wie wir unser Angebot verbessern und erweitern können“: Und Pfadenhauer ergänzte: „Und für all das wird ihr Mitgliedsbeitrag verwendet.“ Satzungsgemäß stellten auch die Kassenprüfer Tan-Hun Dümchen und Constantin Poliakov die ordentliche Buchführung des Verbands auf der Mitgliederversammlung fest, ehe es an die Abstimmung der Anträge an die Jahreshauptversammlung ging.
Nach Abschluss der JHV ging es für einige IFK-Mitglieder in diesem Jahr ins berühmte Bochumer Bermuda3eck, in dem man bei ausgelassener Stimmung den informationsreichen Tag ausklingen ließ und bei Speis und Trank den Samstagabend genoss.