Verschiebung der Lesung: SHV nutzt zusätzliche Zeit für weitere politische Gespräche

Die ursprünglich für den 26. Juni vorgesehene 2./3. Lesung zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz im Deutschen Bundestag wurde verschoben. Für den Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) ist diese Verschiebung ein wichtiges Signal: Die Kritik aus der Heilmittelbranche ist angekommen, der politische Gesprächsbedarf bleibt hoch.

Der SHV und seine Mitgliedsverbände haben in den vergangenen Wochen intensiv auf die Risiken des Gesetzentwurfs hingewiesen. In Stellungnahmen, Gesprächen mit Abgeordneten, direkten Kontakten in den Wahlkreisen sowie im Austausch mit politischen Entscheidungsträgern wurde deutlich gemacht, welche Folgen die geplanten Regelungen für die Heilmittelversorgung haben können.

Im Mittelpunkt der Kritik stehen insbesondere die vorgesehenen Begrenzungen bei der Vergütungsentwicklung. Aus Sicht des SHV gefährden diese die wirtschaftliche Stabilität der Praxen, erschweren die Fachkräftesicherung und setzen die Versorgung der Patientinnen und Patienten zusätzlich unter Druck. Eine hochwertige, wohnortnahe Heilmittelversorgung braucht verlässliche Rahmenbedingungen und eine Vergütung, die steigende Kosten und tatsächliche Versorgungsbedarfe angemessen berücksichtigt.

Die Verschiebung der Lesung bedeutet daher keinen Stillstand. Im Gegenteil: Der SHV nutzt die zusätzliche Zeit, um weiter das Gespräch mit der Politik zu suchen, fachliche Argumente einzubringen und auf notwendige Nachbesserungen am Gesetzentwurf hinzuwirken. Ziel ist es, die berechtigten Anliegen der Heilmittelbranche im weiteren Gesetzgebungsverfahren angemessen zu berücksichtigen und problematische Regelungen zu korrigieren.

Der SHV wird sich weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Heilmittelversorgung in Deutschland zukunftssicher, leistungsfähig und patientennah gestaltet wird.

Weitere Artikel

Fachkräfteengpassanalyse: Physiotherapie erneut trauriger Spitzenreiter

2026 | 01.10. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihre Fachkräfteengpassanalyse 2025 veröffentlicht. Auch in diesem Jahr ist die Physiotherapie damit trauriger Spitzenreiter. Der Engpassindikator, der schon in den vorigen Jahren auf allerhöchstem Niveau lag, hat sich sogar noch erhöht. Über 500 Berufe betrachtet die Bundesagentur für Arbeit in ihrer jährlichen Fachkräfteengpassanalyse. 157 Berufsgattungen wird in diesem Jahr ein Fachkräfteengpass bescheinigt.

Jetzt teilnehmen: Konjunkturbefragung des BFB

2026 | 30.09. Turnusmäßig führt der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) seine Konjunkturbefragung durch. Neben der aktuellen konjunkturellen Lage dreht sich die Befragung diesmal um die Themen Freiheit, Verantwortung und Vertrauen. Zudem enthält sie zusätzliche Fragen, die sich speziell mit der Beschäftigung und Ausbildung von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen in den Freien Berufen befassen.

Tipps für den erfolgreichen TI-Anschluss

2026 | 28.09. In unserer heutigen Meldung aus der Reihe „TI: Schluss mit dem Aufschieben“ geben wir Ihnen einige Tipps an die Hand, die Ihnen den Anbindungsprozess erleichtern und dabei helfen, den Überblick zu bewahren. Zudem starten wir mit den ersten Schritten, die Sie auf dem Weg zum TI-Anschluss gehen sollten.