vdek-Abschluss: Weiterer Spielraum in 2017

Der Verhandlungsabschluss mit dem Verband der Ersatzkassen (vdek) schöpft das aktuelle gesetzliche Maximum von 2,5 Prozent vollständig aus und lässt noch dazu Spielraum für weitere Vergütungserhöhungen in 2017. Bereits Anfang dieses Jahres werden die Verbände direkt wieder in Gespräche mit dem Verhandlungspartner eintreten.

Die Verhandlungen mit dem vdek standen im Lichte der bevorstehenden Gesetzesänderungen. So wird voraussichtlich zum 01.04.2017 das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) in Kraft treten und nach derzeitigem Stand die Grundlohnsummenbindung für die nächsten drei Jahre außer Kraft setzen. Diese jahrelange Forderung des IFK ist Grundvoraussetzung, um die Vergütung in der Physiotherapie auf ein adäquates Niveau anheben zu können.

Um die Preise des zum 31.12.2016 auslaufenden Vertrags mit dem vdek zum Jahresbeginn zu erhöhen, aber trotzdem die Wirkungen des HHVG noch in diesem Jahr nutzen zu können, konnten sich der IFK und die weiteren Berufsverbände der Physiotherapie mit dem vdek auf einen Kompromiss einigen: Für alle Verordnungen vom 01.01.2017 bis zum 30.04.2017 konnte mit einer durchschnittlichen strukturellen Vergütungserhöhung von 2,5 Prozent die maximale Steigerungsrate erzielt werden. In den erneuten Verhandlungen für weitere Preissteigerungen in 2017 besteht anschließend die Möglichkeit, zusätzlich einen neuen Abschluss zu erzielen.

IFK-Mitglieder werden über die Details der neuen Vergütungsvereinbarung auf dem Postweg informiert.

Weitere Artikel

K wie Kommunikation: Reden oder Schweigen bei der Praxisübergabe?

2026 | 06.10. Sie wollen innerhalb der kommende Jahre Ihre Physiotherapiepraxis auf- oder abgeben? Mit unserer Reihe „Praxisübergabe-ABC“ bekommen Sie einen ersten Überblick, welche Punkte Sie bei der Umsetzung und Planung beachten sollten. Heute: K wie Kommunikation. Reden und Schweigen – welches Schwermetall zu welcher Handlung passt, da scheiden sich die Geister. Doch was gilt beim Thema Praxisübergabe?

Fachkräfteengpassanalyse: Physiotherapie erneut trauriger Spitzenreiter

2026 | 01.10. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihre Fachkräfteengpassanalyse 2025 veröffentlicht. Auch in diesem Jahr ist die Physiotherapie damit trauriger Spitzenreiter. Der Engpassindikator, der schon in den vorigen Jahren auf allerhöchstem Niveau lag, hat sich sogar noch erhöht. Über 500 Berufe betrachtet die Bundesagentur für Arbeit in ihrer jährlichen Fachkräfteengpassanalyse. 157 Berufsgattungen wird in diesem Jahr ein Fachkräfteengpass bescheinigt.

Jetzt teilnehmen: Konjunkturbefragung des BFB

2026 | 30.09. Turnusmäßig führt der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) seine Konjunkturbefragung durch. Neben der aktuellen konjunkturellen Lage dreht sich die Befragung diesmal um die Themen Freiheit, Verantwortung und Vertrauen. Zudem enthält sie zusätzliche Fragen, die sich speziell mit der Beschäftigung und Ausbildung von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen in den Freien Berufen befassen.