BMC-Fachtagung „Die neue Welt der Gesundheitsberufe“

„Die Versorgung der Zukunft findet vernetzt statt und eröffnet Möglichkeiten zur teambasierten Zusammenarbeit, damit die Kompetenzen der einzelnen Berufe besser eingesetzt werden können“, schrieb der Bundesverband Managed Care (BMC) in seiner Einladung zur Fachtagung „Die neue Welt der Gesundheitsberufe“. Welcher Weg eingeschlagen werden muss, um dieses Ziel zu erreichen, diskutierte unter anderem Ute Repschläger, IFK-Vorstandsvorsitzende, während der Abschlussveranstaltung der BMC-Fachtagung.
Zunächst hielt Prof. Dr. Viktoria Stein, VM Partners Integrating Health and Care, einen Impulsvortrag, in dem sie kritisierte, dass es derzeit noch zu wenig Vertrauen und Respekt zwischen den einzelnen Berufsgruppen und Organisationen gebe. Das aber sei die Basis für eine gute Zusammenarbeit. Markus Algermissen, Referatsleiter im Bundesministerium für Gesundheit, erwiderte, man sei bereits dabei, die interprofessionelle Zusammenarbeit zu stärken. Man wolle das sowohl mit der Reform des Medizinstudiums als auch der Pflege- und Physiotherapieausbildung weiter fördern. Am Ende gehe es immer auch um die Frage, wer die Verantwortung übernimmt, warf Dr. Dirk Heinrich vom Spitzenverband Fachärzte Deutschlands ein. Wenn Aufgaben neu verteilt würden, dann bitte auch die Verantwortung, so seine These.
„Es ist klar, dass wir dann auch die Verantwortung klären müssen. Aber schon jetzt ist jede Profession für ihren Bereich verantwortlich“, stellte Repschläger klar. Das werde selbstverständlich auch weiterhin gelten, wenn einzelnen Gruppen mehr Verantwortung übertragen werde. Sie nannte in diesem Kontext auch den Direktzugang: Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach hat angekündigt, Modellprojekte zum Direktzugang zu ermöglichen. Diese müssen nun zeitnah umgesetzt werden, forderte die IFK-Vorstandsvorsitzende.
 

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