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Viel los in der Branche – viel los beim IFK-Forum Nord

Das Interesse am IFK-Forum Nord war enorm: Mit rund 140 Physiotherapeuten war der Saal in Hamburg bis auf den letzten Platz gefüllt. „Ihre große Beteiligung spiegelt auch wider, wie viel derzeit in unserer Branche passiert“, eröffnete IFK-Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger. Gemeinsam mit RAin Ulrike Borgmann, stv. IFK-Geschäftsführerin, gab sie einen Überblick über die wichtigsten Themen, die die Physiotherapeuten derzeit bewegen.


„Ich habe Ihnen hier eine echte Revolution mitgebracht“, deutete Borgmann auf den rund 50-seitigen Ausdruck des kompletten Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG). Vieles werde dadurch besser, vieles werde einfacher – „und das ist sehr gut!“, betonte Borgmann. Die meisten der insgesamt 50 Seiten beziehen sich auf die Ärzte, ein verhältnismäßig geringer Teil auf die Physiotherapie. Dieser Teil aber reiche aus, um viele vorhandene Strukturen zu verändern.

Borgmann erinnerte in diesem Zusammenhang unter anderem an die bundesweiten Höchstpreise, die zum 1. Juli gebildet werden sollen. Danach gehe es in die ersten Vergütungsverhandlungen, die flächendeckend für ganz Deutschland zum 1. Juli nächsten Jahres zu führen sind. „Und dafür brauchen wir dringend Ihre Hilfe“, wandte sich Repschläger direkt an die IFK-Mitglieder. Gerade werde ein Gutachten zur wirtschaftlichen Situation der Physiotherapie vorbereitet, das als Basis für die Verhandlungen dienen soll. „Deshalb ist es ganz wichtig, dass Sie alle bei der Befragung mitmachen und uns damit einen anonymisierten Einblick in Ihren Praxen geben“, warb Repschläger um breite Beteiligung.
Einen kleinen Übungslauf in puncto Beteiligung gab es direkt beim IFK-Forum Nord: Per App konnten die Teilnehmer in einer Live-Abstimmung ihre Meinung kundtun. Optimistisch zeigten sie sich zum Beispiel bei der Frage, ob das TSVG die Situation ihrer Praxen verbessern werde. 92 Prozent der Anwesenden stimmten dem (eher) zu, die übrigen konnten es derzeit noch nicht absehen.

Doch nicht nur das TSVG bewegt die Branche, auch das Berufsgesetz steht vor einer grundlegenden Überarbeitung. „Wir setzen uns unter anderem stark dafür ein, dass die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung aktualisiert wird“, erläuterte Repschläger. Der IFK fordere zum Beispiel, dass schon in der Ausbildung die interdisziplinäre Zusammenarbeit gefördert werde. Zudem strebe der IFK die vollständige Akademisierung der Ausbildung an. „Doch bis es soweit ist, können wir nicht warten. Deshalb halten wir für die Übergangsphase unbedingt auch die Modernisierung der schulischen Ausbildung für unverzichtbar“, so Repschläger.
Viel Zeit nahmen sich die beiden Referentinnen auch für die zahlreichen Fragen und Anregungen der Teilnehmer. „Ich danke Ihnen für Ihre Offenheit“, betonte Repschläger. „Das hilft uns auch dabei, unsere Verbandsarbeit weiterhin an Ihren Bedürfnissen auszurichten.“
Eine Bildergalerie mit Eindrücken vom IFK-Forum Nord 2019 gibt es hier.

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