SPD positioniert sich erneut für den Direktzugang

Im aktuellen Positionspapier der SPD-Bundestagsfraktion „Deutschlands ländliche Räume: Potentiale erschließen, Gemeinschaft stärken, Zukunft gestalten“ nimmt die Partei Stellung zum Direktzugang für Heilmittelerbringer. Bereits im Koalitionsvertrag hatte die Bundesregierung angekündigt, „ein Modellprojekt zum Direktzugang für therapeutische Berufe auf den Weg“ bringen zu wollen. Im aktuellen Positionspapier unterstreicht die SPD dieses Vorhaben.

Das SPD-Positionspapier beleuchtet zahlreiche Handlungsfelder, in denen ländliche Räume vor Herausforderungen stehen. Diese umfassen neben den Themen Modernisierung, Zusammenleben, Landwirtschaft und Mobilität auch das Thema Gesundheit. Hier betont die SPD, dass Gesundheitsversorgung Flexibilität sowie innovative Angebote brauche, um beispielsweise Flächenversorgung sicherzustellen. Auch die Stärkung der Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe im ländlichen Raum sieht die SPD als wichtigen Aspekt. Eine Maßnahme soll dabei die Erprobung des Direktzugangs für Heilmittelerbringer darstellen.

Damit der Direktzugang erprobt werden kann, gilt es jedoch, dieses Vorhaben schnellstmöglich in den Gesetzgebungsprozess einzubringen – idealerweise in ein Gesetzgebungsverfahren, das bereits in Umsetzung ist. Überdies macht die SPD in ihrem Positionspapier auch darauf aufmerksam, dass veraltete Berufsgesetze zeitnah modernisiert werden müssen. 

„Der Direktzugang ist für uns Heilmittelerbringer ein wichtiger Baustein für mehr Autonomie in der Behandlung. Wir begrüßen diese Aussage der SPD daher sehr“, sagt Ute Repschläger, IFK-Vorstandsvorsitzende. „Jetzt muss der Plan eines Modellvorhabens nur noch gesetzlich verankert werden. Zudem hoffen wir, dass die SPD zu ihrem Plan, die Berufsgesetze zu modernisieren, steht und die Reform des Physiotherapeutengesetzes nun endlich vorangetrieben wird.“

Hier finden Sie das Positionspapier.

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