Studie zeigt dramatische Fachkräftelücke in der Physiotherapie

Eine Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) hat Fachkräftelücken in wichtigen Wirtschaftszweigen untersucht. Im Jahresdurchschnitt 2023/2024 fehlten der deutschen Wirtschaft insgesamt mehr als 530.000 qualifizierte Arbeitskräfte. In der Studie wurden erstmals Fachkräftelücken nicht nur für einzelne Berufe, sondern auch für Wirtschaftszweige berechnet.

Die Fachkräftelücke im Wirtschaftszweig „Gesundheitswesen“ wird am stärksten durch den Mangel in der Physiotherapie geprägt. Auch Stellen für Fachkräfte in der Zahnmedizin und der Krankenpflege bleiben vielfach unbesetzt. Diese drei Berufsgattungen sind für mehr als die Hälfte der Fachkräftelücke in dieser Branche verantwortlich. Der Anteil der Physiotherapie macht dabei 24,5 Prozent aus, was einer Lücke von 11.584 Fachkräften entspricht. Die Studie stellt in Aussicht, dass der demografische Wandel dieses Problem perspektivisch noch vergrößern wird. Dadurch wächst die Belastung auf die vorhandenen Fachkräfte – insbesondere, wenn offene Stellen in großem Maße unbesetzt bleiben. Gleiches gilt für Fachkräfte in der „Altenpflege“. Ebenso wie fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten führen auch fehlende Pflegeangebote indirekt zu einer Verstärkung von Fachkräfteengpässen in anderen Berufen, wenn Fachkräfte ihre Arbeitszeit aus Pflegegründen reduzieren. Die vollständige Studie finden Sie hier.

Das KOFA unterstützt kleine und mittlere Unternehmen im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) dabei, Fachkräfte zu finden, zu binden und zu qualifizieren.

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