Solides GKV-Finanzergebnis 2015

Die Gesamt-Reserve der Gesetzlichen Krankenversicherung beträgt zum Jahreswechsel 2015/2016 insgesamt rund 24,5 Milliarden Euro. Nach dem ersten Halbjahr 2015 lagen die Finanz-Reserven noch bei 23,8 Milliarden Euro. Diese Entwicklung bietet eine solide Ausgangsbasis für die Finanzentwicklung der GKV in 2016 und in den Folgejahren, teilt das Bundesministerium für Gesundheit in einer aktuellen Pressemitteilung mit.

Die GKV-Ausgaben lagen 2015 bei rund 213,6 Mrd. Euro und damit um rund 1,14 Mrd. Euro höher als die Einnahmen. Bei den Heilmittelausgaben verbuchten die Krankenkassen einen Ausgabenanstieg von 6,5 Prozent je Versichertem. Der Anteil der Heilmittel an den Gesamtausgaben der GKV verbleibt mit 2,93 % aber auf gewohnt niedrigem Niveau.

Die Ausgaben für Präventionsleistungen stiegen in 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8 Prozent je Versichertem. Bei den Ausgaben für Leistungen zur primären Prävention nach dem Individualansatz verzeichneten die Krankenkassen einen Zuwachs von 4,3 Prozent, für betriebliche Gesundheitsförderung von 15 Prozent und für die Prävention in nichtbetrieblichen Lebenswelten um 16 Prozent je Versichertem.

Im Vergleich zu den in 2015 verausgabten Mitteln von lediglich 1,07 Euro je Versicherten im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung und 0,52 Euro je Versicherten für Prävention in den nicht betrieblichen Lebenswelten müssen die Krankenkassen ihr Engagement in diesen Bereichen in diesem Jahr erheblich steigern. Das im Juli 2015 in Kraft getretene Präventionsgesetz gibt den Krankenkassen vor, ab dem Jahr 2016 mindestens 4 Euro je Versichertem für gesundheitsfördernde Leistungen in Betrieben und weiteren Lebensbereichen auszugeben. Dies trägt der Forderung des IFK Rechnung, dass die Teilhabe der Physiotherapeuten vor allem auf dem Markt der betrieblichen Prävention gestärkt werden muss.

Eine umfangreiche Übersicht zur GKV-Finanzentwicklung finden Sie hier.

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