Bundesgesundheitsminister sagt Therapeuten kostenfreie Ausbildung zu

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2017 startet für Therapeuten mit einer klaren Ansage des Bundesministers für Gesundheit Hermann Gröhe (CDU): In seiner Eröffnungsrede zum Hauptstadtkongress in Berlin sagt der Minister angehenden Therapeuten eine kostenfreie Ausbildung zu.

In der nächsten Legislaturperiode stände die Novellierung der therapeutischen Berufsgesetze auf der Tagesordnung der Politik. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Der rasant zunehmende Fachkräftemangel in den Therapieberufen gefährdet die flächendeckende und wohnortnahe Versorgung der Menschen mit Heilmitteln. Der Bedarf an Therapie steigt stetig an, aber immer weniger junge Menschen ergreifen den Beruf der Ergo- oder Physiotherapie. Auch der Akademisierungsprozess hinkt mit unter einem Prozent weiter hinter der Forderung von 10 bis 20 Prozent des Wissenschaftsrates aus dem Jahr 2012 her. Diese Fakten sind dem Bundesgesundheitsminister bewusst - der Handlungsbedarf ist offensichtlich und in der Politik angekommen.

Auch sei laut Hermann Gröhe beispielsweise das Thema Delegation und Substitution bei einigen in der Gesundheitsbranche noch „angstbesetzt“. Dabei ist sich der Minister sicher: „Arbeit ist genug für alle da.“

Fest steht: Es geht um die Patientenversorgung in Deutschland – deren Sicherung und Weiterentwicklung. Aus diesem Grund fordert der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) eine Novellierung der Berufsgesetze, eine kostenfreie Ausbildung für Therapeuten und den Direktzugang des Patienten zum Therapeuten als eine mögliche Weiterentwicklung der Patientenversorgung in Deutschland.

Noch bis einschließlich 22. Juni 2017 dreht sich auf dem Hauptstadtkongress 2017 alles um die Gesundheitspolitik in Deutschland. Auch der SHV ist dort mit Stand (Gemeinschaftstand Nummer 57) vertreten. Die SHV-Vorstände führen Gespräche mit Entscheidern und wirken an Gesprächsrunden am Stand mit. So zum Beispiel am 21. Juni 2017 um 10:40 Uhr zum Thema Digitalisierung und am 22. Juni 2017 um 13:10 Uhr zur Auswertung der Gesundheitsberufe. Mehr Informationen zur Veranstaltung gibt es unter www.hauptstadtkongress.de.

Weitere Artikel

GKV neu denken: zukunftsfähig planen

2026 | 29.06. Die Stabilisierung der GKV-Finanzen darf nicht allein über kurzfristige Ausgabenbegrenzungen erfolgen. Statt pauschaler Sparmaßnahmen braucht es deshalb in Deutschland eine langfristig angelegte Strukturreform des Gesundheitswesens. Das muss auch die Bundesregierung erkennen.

G-BA Expertenpool: Ute Repschläger wiederbenannt

2026 | 26.06. Die IFK-Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger wurde erneut als Mitglied des Expertenpools des Innovationsausschusses des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) benannt. In dieser Funktion berät sie den Innovationsausschuss bei der Begutachtung von Projektanträgen, die durch den Innovationsfonds unterstützt werden sollen.

SHV-Kampagne: Großes Interesse im Bergischen Städtedreieck

2026 | 24.06. Im Rahmen der SHV-Kampagne zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz führte IFK-Mitglied Ricarda Uhlemeyer in den vergangenen Wochen gleich zwei interessante Gespräche mit Mitgliedern des Deutschen Bundestags: Helge Lindh (MdB/SPD) und Jürgen Hardt nahmen sich beide viel Zeit für die Physiotherapeutin und zeigten sich äußert interessiert an den Belangen des Spitzenverband der Heilmittelverbände e. V.