FAZ: Die neuen Eliten am Krankenbett

Auch auflagenstarke Qualitätsmedien befassen sich bereits mit der Debatte um eine Akademisierung von Gesundheitsfachberufen. So machte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) deutlich, dass eine Teilakademisierung, die auch der IFK unterstützt, „schon sichtbar auf dem Weg“ ist.

Der demographische und epidemologische Wandel sowie der medizinische Fortschritt implizieren eine zunehmende Komplexität des Versorgungsauftrags im Gesundheitswesen und stellen neue Anforderungen an die professionelle Handlungsfähigkeit von Physiotherapeuten und anderen Gesundheitsfachberufen. Aufgrund der raschen Entwicklung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Technologien und der stärkeren Verzahnung von Theorie und Praxis wird von Gesundheitsfachkräften teilweise mehr „Wissenschaftskompetenz“ erfordert, die es zu erwerben gilt.

Allein an Berufsfachschulen oder durch Fortbildungen wird dies nicht möglich sein. Hierzu sind primärqualifizierende Studiengänge an Fachhochschulen und Universitäten nötig, auch in Kooperation mit medizinischen Fakultäten. Während hierzulande selbst eine Teilakademisierung von zehn bis zwanzig Prozent kontrovers diskutiert wird, liegt die Akademisierungsquote in vielen Nachbarländern wie der Schweiz, Österreich, Schweden oder den Niederlanden längst bei hundert Prozent, wie die FAZ herausstellt. Deutschland hat im internationalen Vergleich eindeutig Nachholbedarf.

Der IFK spricht sich klar für bessere Qualifikationen und eine Akademisierung des Berufsstandes aus, um die Potentiale aller Physiotherapeuten zukünftig besser nutzen zu können.

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