Gesundheitsfonds und Kassen rutschen in rote Zahlen

Das Defizit der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das Jahr 2014 hat sich nach 3 Quartalen weiter fortgesetzt. Die regelmäßige Berichterstattung des Bundesministeriums für Gesundheit weist für diesen Zeitraum ein Minus von rund 763 Mio. Euro für die Krankenkassen aus.

Einnahmen in Höhe von rund 152,6 Mrd. Euro stehen Ausgaben von rund 153,3 Mrd. Euro gegenüber. Auch der Gesundheitsfonds ist für 2014 mit 4,12 Mrd. € ins Defizit geraten, wobei sich der Betrag bis Ende des Jahres saisonüblich noch auf geschätzte 1 Mrd. € verringern soll.
Positiv ist die Entwicklung bei den Ausgaben für Heilmittel zu sehen, die 7,1 % über den Werten des Vorjahrs liegen. Hier zeigen sich aber erhebliche Differenzen zwischen den einzelnen Kassenarten. Während die IKK Ausgabenzuwächse von 10,3 % verzeichnet, liegen die Werte für die vdek-Ersatzkassen bei unterdurchschnittlichen 5,9 %. Umso unverständlicher erscheint vor diesem Hintergrund die aktuelle Verweigerungshaltung des vdek, den Physiotherapeuten in West und Ost eine angemessene und dringend benötigte Vergütungserhöhung zu gewähren.
Der Anteil an den Gesamtausgaben verbleibt für den Heilmittel-Bereich mit 2,79 % auf gewohnt niedrigem Niveau. Eine umfangreiche Übersicht zur GKV-Finanzentwicklung finden Sie hier.

Weitere Artikel

GKV neu denken: zukunftsfähig planen

2026 | 29.06. Die Stabilisierung der GKV-Finanzen darf nicht allein über kurzfristige Ausgabenbegrenzungen erfolgen. Statt pauschaler Sparmaßnahmen braucht es deshalb in Deutschland eine langfristig angelegte Strukturreform des Gesundheitswesens. Das muss auch die Bundesregierung erkennen.

G-BA Expertenpool: Ute Repschläger wiederbenannt

2026 | 26.06. Die IFK-Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger wurde erneut als Mitglied des Expertenpools des Innovationsausschusses des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) benannt. In dieser Funktion berät sie den Innovationsausschuss bei der Begutachtung von Projektanträgen, die durch den Innovationsfonds unterstützt werden sollen.

SHV-Kampagne: Großes Interesse im Bergischen Städtedreieck

2026 | 24.06. Im Rahmen der SHV-Kampagne zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz führte IFK-Mitglied Ricarda Uhlemeyer in den vergangenen Wochen gleich zwei interessante Gespräche mit Mitgliedern des Deutschen Bundestags: Helge Lindh (MdB/SPD) und Jürgen Hardt nahmen sich beide viel Zeit für die Physiotherapeutin und zeigten sich äußert interessiert an den Belangen des Spitzenverband der Heilmittelverbände e. V.