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Themen, die die Branche umtreiben – Forum Süd in Feldkirchen

Am 15. Juli 2022 lud der IFK zum traditionellen Forum Süd nach Feldkirchen bei München. Das Forum startete mit einer Fortbildung des Physiotherapeuten und Fachlehrers für Manuelle Therapie, Thomas Widmann, zum Thema „Wirkungsmodelle in der Physiotherapie“.

Weiter ging es mit einem Rückblick der IFK-Vorstandsvorsitzenden Ute Repschläger und des IFK-Geschäftsführers Dr. Björn Pfadenhauer auf die Verbandsarbeit und die berufspolitischen Entwicklungen der vergangenen Monate. Eine Zusammenfassung der Vergütungsverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband (GKV-SV) brachte die Teilnehmer auf einen gemeinsamen Stand. Auch mit der DGUV verhandele man über neue Preise, führten sie aus. Hier sei voraussichtlich noch in diesem Herbst mit Vergütungserhöhungen zu rechnen. Auch der Bereich Videotherapie konnte durch Aufnahme in die Regelversorgung positiv abgeschlossen werden, zogen sie Bilanz.



Nach dem umfassenden Rückblick schauten Repschläger und Pfadenhauer natürlich auch auf den Koalitionsvertrag der Ampelparteien auf Bundesebene. Dieser enthält einige für Heilmittelerbringer interessante Aussagen, wie zum Beispiel die Tatsache, dass erstmals in einem Koalitionsvertrag ein Modellprojekt für den Direktzugang angekündigt wurde. Auch wenn dies noch nicht die regelhafte Aufnahme in die GKV bedeute, sei es sehr positiv zu bewerten, betonten sie. Zusätzlich kündigt der Koalitionsvertrag eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Gesundheitsberufe an. Aus Sicht des IFK gehört dazu nicht nur eine angemessene Vergütung, sondern auch Zufriedenheit bei der Berufsausübung (Autonomie, genügend Behandlungszeit usw.) sowie Schutz vor Überlastung der Therapeuten. Ein weiteres Thema im Koalitionsvertrag ist ein allgemeines Heilberufegesetz, das eine Novellierung der Berufsgesetze und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Physiotherapeuten bedeuten würde. Die Berufsgesetze sollten eigentlich bereits in der vergangenen Legislaturperiode überarbeitet werden, berichtete Repschläger und stellte dar, wie der IFK sich im Konsultationsverfahren zum Berufsgesetz eingebracht hat und welche die zentralen Forderungen der Verbände, nämlich eine Ausbildungsreform sowie die Vollakademisierung der Ausbildung, sind.


Nach dem berufspolitischen Einblick fokussierten Repschläger und Pfadenhauer ein weiteres Thema, das die Physiotherapie in den kommenden Jahren noch stärker umtreiben wird: die Digitalisierung. Pfadenhauer stellte dar, welche technischen Voraussetzungen momentan für den Anschluss an die TI erforderlich sind, welche Funktionen der eHBA enthält und wie Therapeuten die Ausweise beantragen können. Da jedoch noch viele Fragen nicht geklärt sind, bestünde aktuell noch kein Handlungsbedarf für die Praxisinhaber, sagte er.


Im Anschluss nutzten die Teilnehmer noch gern die Gelegenheit, direkt mit den Verbandsvertretern und untereinander ins Gespräch zu kommen.


Einige Eindrücke vom Forum Süd finden Sie hier.

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