Verhandlungsauftakt der physiotherapeutischen Verbände

Vertreter der vier physiotherapeutischen Verbände haben am Mittwoch, 5. August 2020, die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsanalyse ambulanter Therapiepraxen (WAT-Gutachten) dem GKV-Spitzenverband in Berlin vorgestellt. Am Ende stand die klare Forderung nach 50,13 Prozent Vergütungserhöhungen für den Bereich der Physiotherapie.

Mit absoluter Einigkeit haben die vier physiotherapeutischen Verbände IFK, PHYSIO-DEUTSCHLAND, VDB-Physiotherapieverband und VPT ihre Forderung vorgetragen. Diese Steigerung ist laut WAT-Gutachten die Voraussetzung, um die Wirtschaftlichkeit einer Praxis sicherzustellen und um angemessene Gehälter für Mitarbeiter sowie ein angemessenes Einkommen für den Praxisinhaber erzielen zu können.

 

Die Zahlen und Berechnungen des Gutachtens beruhen auf den Daten des Jahres 2018. Demnach hätte es eine Erhöhung um 63,48 Prozent geben müssen. Die Verbände haben bei ihrer Berechnung die Erhöhung der Vergütung sowie die Kostensteigerungen seit 2019 berücksichtigt und ihre den Krankenkassen gegenüber erhobenen Forderungen dann entsprechend – bereinigt – angepasst.

 

 

Neben den wirtschaftlichen Zahlen haben die Verhandler der physiotherapeutischen Verbände in der ersten Vergütungsverhandlung auch die Vor- und Nachbereitungszeiten pro Behandlungseinheit vorgestellt. Die nächste Runde der Vergütungsverhandlungen für den Bereich der Physiotherapie ist für den 27. August 2020 in Berlin angesetzt. Wir werden weiter berichten.

 

Weitere Artikel

Tipps für den erfolgreichen TI-Anschluss

2026 | 28.09. In unserer heutigen Meldung aus der Reihe „TI: Schluss mit dem Aufschieben“ geben wir Ihnen einige Tipps an die Hand, die Ihnen den Anbindungsprozess erleichtern und dabei helfen, den Überblick zu bewahren. Zudem starten wir mit den ersten Schritten, die Sie auf dem Weg zum TI-Anschluss gehen sollten.

CPTE: Die neue Klassifikation chronischer Schmerzen in der ICD-11 – Eine Einführung

2026 | 25.09. Fortbildungspunkte sammeln leicht gemacht – dafür steht das CPTE-Programm, durch das IFK-Mitglieder ihr Wissen auf den neusten Stand bringen können. Drei Fortbildungspunkte erhalten IFK-Mitglieder beispielsweise für den CPTE-Artikel „Die neue Klassifikation chronischer Schmerzen in der ICD-11 – Eine Einführung“, für den die Lernerfolgskontrolle noch bis April 2027 abgelegt werden kann.

Bürokratieentlastung im Heilmittelbereich

2026 | 22.09. Eine neue Ausgabe unseres Interviewformats "Perspektiven Physiotherapie: Wichtige Fragen – klare Antworten" ist online. Dieses Mal sprechen wir mit Ute Repschläger über die Bürokratieentlastung im Heilmittelbereich.