Aktuelle Zahlen zeigen fortschreitenden Fachkräftemangel

Der IFK warnt seit längerem vor einem drohenden Fachkräftemangel in der Physiotherapie. Die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit untermauern nun die Erfahrungen aus der Praxis, dass es für selbstständige Physiotherapeuten immer schwieriger wird, neue Mitarbeiter zu finden.

Derzeit gibt es nur 2.341 arbeitssuchende Physiotherapeuten in Deutschland, denen bundesweit jedoch 3.386 offene Stellen gegenüberstehen.

Diese Entwicklung wird auf Dauer auch die medizinische Versorgung gefährden. Nur durch eine deutliche Aufwertung der Physiotherapie könnte dem entgegengewirkt werden. Eine Ausweitung der Kompetenzen durch Einführung des Direktzugangs kann hierzu einen wertvollen Beitrag leisten. Besonders dringlich sind aber auch finanzielle Anreize, damit sich der Weg in die Physiotherapie für junge Leute wieder lohnt. Aufgrund der niedrigen GKV-Vergütungen können an angestellte Physiotherapeuten derzeit Gehälter nur auf niedrigem Niveau gezahlt werden, die bei weitem nicht ausreichen, um die fachliche Qualität der Arbeit angemessen zu vergüten.

Der IFK fordert daher weiterhin von der Politik, die Bindung an die Grundlohnsumme aufzuheben und somit angemessene Vergütungserhöhungen in der Physiotherapie zu ermöglichen.

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