GKV-HIS 2013: Heilmittel-Ausgabevolumen nicht überall ausgeschöpft

Aktuelle Zahlen vermeldet das Heilmittel-Informationssystem der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-HIS) für das abgelaufene Jahr 2013. So sind die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Physiotherapie gegenüber 2012 um insgesamt 6,15 % gestiegen.

Trotzdem wurde in einzelnen Bundesländern das vereinbarte Heilmittelausgabenvolumen nicht vollständig ausgeschöpft. So hätten die verordnenden Ärzte in Hessen 5,66 %, in Bremen 2,61 %, in Berlin 0,83 % und im Saarland 3,71 % mehr Heilmittel ausstellen können.
Der IFK setzt sich seit Jahren vehement dafür ein, dass das bestehende System der Wirtschaftlichkeitsprüfungen beseitigt wird, da es bei einigen Ärzten falsche Anreize setzt, medizinisch notwendige Heilmittel aus Bedenken vor Regressen nicht auszustellen. Die Politik hat darauf zum Teil bereits reagiert und die Gefahren der Ärzte deutlich abgemindert, was sich in den aktuellen Zahlen der GKV-HIS zum Teil widerspiegelt. Immerhin fallen die Werte bei den unterschrittenen Ausgabenvolumina geringer aus als noch in vergangenen Jahren. Der IFK hatte ferner schon vermeldet, dass die langjährige IFK-Forderung nach endgültigem Wegfall der Regresse in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung aufgenommen wurde.
Jetzt zeigt sich wieder, dass das bestehende System nicht ausreichend funktioniert und noch immer zu vielen Patienten medizinisch erforderliche Leistungen vorenthalten werden. Die Politik steht daher in der Pflicht, zum Wohle der medizinischen Versorgung die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag in konkrete Gesetzesinitiativen umzusetzen und für ein Ende der ärztlichen Budgetzwänge zu sorgen.

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