Bedarf an Physiotherapie wächst mit alternder Gesellschaft

Der demografische Wandel sorgt dafür, dass der Bedarf an Heilmitteln kontinuierlich steigt. Denn je älter ein Patient ist, desto häufiger bekommt er Heilmittel wie Physiotherapie verordnet, zeigt der Heil- und Hilfsmittelreport 2018 der BARMER.

Laut Report erhielt im Jahr 2017 mehr als jede dritte Frau, die älter als 70 Jahre alt war, eine physiotherapeutische Behandlung. Bei den Männern in dieser Altersklasse war es etwa jeder Vierte. Zum Vergleich: Insgesamt ging 2017 nur jeder fünfte BARMER-Versicherte (20,2 Prozent) zum Physiotherapeuten. Typischerweise sind wesentlich mehr Frauen (24,3 Prozent) in Behandlung als Männer (14,6 Prozent). Dieses Verhältnis ist lediglich bei Kindern bis neun Jahre umgekehrt.
Zu ähnlichen Ergebnissen kam das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO): In dessen Heilmittelbericht 2018 heißt es, dass 32,6 Prozent der Versicherten in der Altersgruppe der 80-84-Jährigen in physiotherapeutischer Behandlung waren – der höchste erhobene Wert. Die häufigste Diagnose unter allen Versicherten sei der unspezifische Rückenschmerz (ICD-M54) gewesen. Knapp ein Drittel der Patienten (30,4 Prozent) ging mit diesem Befund zum Physiotherapeuten.

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