Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen diskutiert über interprofessionelle Zusammenarbeit

„Die Gesundheitsversorgung sieht sich mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Dazu gehört das sich wandelnde Krankheitsspektrum, weg vom akuten hin zum komplexen, chronischen Krankheitsgeschehen“, erklärte Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, in seinem Grußwort zur 35. Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen bei der Bundesärztekammer. Für den IFK nahm Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger an der Veranstaltung teil.

Diskutiert wurde auf der Veranstaltung vorrangig, wie die Zusammenarbeit zwischen allen an der Patientenversorgung beteiligten Berufsgruppen weiter verbessert werden kann. Dr. Ellen Lundershausen, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer und Vorsitzende der Fachberufekonferenz, stellte zur Diskussion, welche konkreten Vorschläge es für die Verbesserung der interprofessionellen Zusammenarbeit gibt. Der IFK sieht hier im Wesentlichen drei zentrale Aspekte: Bereits in der Ausbildung sollte adressiert werden, dass der Austausch mit anderen Berufsgruppen mehrwertig ist und für alle Vorteile bietet. Darüber hinaus muss sich die Kommunikation zwischen den Akteuren deutlich verbessern. Die geplanten Anwendungen der Telematikinfrastruktur (TIM und KIM) sind ein guter Schritt in die richtige Richtung. Dies beinhaltet aber auch den angemessenen Einblick aller Gesundheitsberufe in die elektronische Patientenakte, sofern der Patient dem zustimmt. Zentraler Erfolgsfaktor für gute interprofessionelle Zusammenarbeit ist allerdings auch, dass diese institutionalisiert und der entstehende Aufwand vergütet wird.

„Die weiter zunehmende Komplexität der Versorgung erfordert daher eine stärkere Vernetzung und hierfür notwendige berufsübergreifende Versorgungskonzepte“, betonte auch Dr. Lundershausen. Dafür sei insbesondere „ein regelhafter Austausch zwischen den an der Behandlung und Betreuung der Patientinnen und Patienten beteiligten Berufsgruppen sicherzustellen und der hierfür erforderliche Aufwand zu finanzieren“.

Die Konferenz hat einmal mehr gezeigt, dass für ein mehrwertiges Zusammenarbeiten verschiedener Gesundheitsberufe konkrete Schnittstellen und eindeutige Kommunikationsstrukturen für den vermehrten Abstimmungsbedarf braucht. Denn qualitativ hochwertige Patientenversorgung kann nur gelingen, wenn die verschiedenen Akteure nicht neben-, sondern miteinander arbeiten.

Die Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen wurde 1989 gegründet. Die über 40 Mitgliedsverbände treffen sich regelmäßig, um gegenseitige Informationen auszutauschen und die interprofessionelle Zusammenarbeit im Sinne der Patienten zu verbessern. 

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