BFB-Konjunkturumfrage: Freie Heilberufler sind skeptisch

Nur vier von zehn Freiberuflern bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut. Dies ist ein Ergebnis der regelmäßigen Konjunkturumfrage, die der Bundesverband der Freien Berufe e. V. (BFB) für den Winter 2024 vorlegt. Auch der Blick in die Zukunft bleibt verhalten: Rund jeder Vierte der Befragten erwartet in den kommenden sechs Monaten eine ungünstige Entwicklung. „Die wirtschaftliche Krise in Deutschland hinterlässt Spuren – auch in den freiberuflichen Tätigkeitsfeldern“, kommentiert BFB-Präsident Dr. Stephan Hofmeister die Ergebnisse.

Im Mittel plant jeder Achte, trotz der angespannten Lage innerhalb der nächsten zwei Jahre neues Personal einzustellen, während rund zwei Drittel ihren Mitarbeiterstamm halten möchten. Insgesamt bewerten die befragten Freiberufler ihre aktuelle Situation als etwas besser als im Vorwinter. Allerdings zeigt sich hier ein differenziertes Bild: Im Vergleich zu anderen freien Berufen beurteilen die Vertreter der Heilberufe die Lage deutlich skeptischer.

Das Vertrauensverhältnis zu ihren Patienten und Klienten ist über die Berufsgruppen hinweg für 99,3 Prozent der Befragten besonders wertvoll. Für fast ebenso viele (99,2 Prozent) ist es substanziell, ihre fachliche Kompetenz zu sichern.

Die repräsentative Umfrage wurde vom Institut für Freie Berufe (IFB) im Auftrag des BFB im Herbst 2024 unter knapp 1.800 Freiberuflern zur Einschätzung ihrer aktuellen wirtschaftlichen Lage durchgeführt.

Die Auswertung der Umfrage finden Sie hier.

Weitere Artikel

Erhöhung der Höchstbeträge für beihilfefähige Aufwendungen ab 1. September 2026

2026 | 18.08. Ab dem 1. September 2026 steigen erneut die Höchstsätze der Bundesbeihilfeverordnung für einige Leistungen. Dies betrifft unter anderem die Erweiterte ambulante Physiotherapie (EAP) (Anstieg von 115,30 Euro auf 123,80 Euro) sowie Leistungen im Bereich „Sonstiges“, die für alle Heilmittelbereiche einheitlich gelten. Hierzu gehört auch die versorgungsbezogene Pauschale je Blankoverordnung (Anstieg von 98,60 Euro auf 102,70 Euro), die bei beihilfeberechtigten Patienten noch erstattet wird.  

Wie sich die Telematikinfrastruktur weiterentwickelt

2026 | 17.08. In unserer Reihe „TI: Schluss mit dem Aufschieben“ führen wir Sie Woche für Woche an die TI heran. Heute wollen wir einen Blick auf ihren derzeitigen Stand und geplante Weiterentwicklungen werfen. Dass sich die Telematikinfrastruktur weiterentwickelt, wird vor allem daran deutlich, dass wir seit 2026 von der TI 2.0 sprechen. Diese Weiterentwickelung funktioniert von jedem Ort aus und ganz ohne spezielle Geräte, da sie über das Internet erreichbar ist.

Auch bei der Praxisübergabe gilt „Safety first“

2026 | 13.08. Gerade ging bei Ihnen der Anruf eines potenziellen Nachfolgers ein? Wie aufregend! Dann steht demnächst der erste Besichtigungstermin an und spätestens mit ihm die ersten Fragen zu Jahresabschlüssen, Patientenstamm oder Personalkosten. Keine Frage: Diese Informationen sind unverzichtbar für das Verhandlungsgespräch und sollten dem Käufer nicht vorenthalten werden. Der Schutz Ihrer Praxisdaten muss jedoch immer an erster Stelle stehen.