Bewegungstherapie bleibt zentrale Säule der Versorgung

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Anforderungen für das Disease-Management-Programm (DMP) Chronischer Rückenschmerz aktualisiert. 

Im Rahmen des Stellungnahmeverfahrens begrüßte der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV), dem der IFK angehört, insbesondere die Nennung von körperlichem Training in dem DMP-Programm. Besonders positiv bewertet der SHV, dass die angeleitete Bewegungstherapie weiterhin als wesentliche Behandlungsmaßnahme beschrieben wird. Zu den ausdrücklich genannten Therapieoptionen gehören die Krankengymnastik, die Krankengymnastik am Gerät sowie die Krankengymnastik im Wasser. Gleichzeitig stellt das DMP klar, dass aktivierende Maßnahmen im Vordergrund stehen und ausschließlich passive Therapiekonzepte nicht zur Anwendung kommen sollen.

Das DMP betont explizit die entscheidende Rolle körperlicher Aktivität bei der Verbesserung der Funktionsfähigkeit sowie bei der Vermeidung und Verkürzung von Schmerzepisoden. Patienten sollen zu regelmäßiger Bewegung motiviert und über die positiven Auswirkungen körperlicher Aktivität aufgeklärt werden. Zudem soll dem sogenannten Angst-Vermeidungs-Verhalten entgegengewirkt werden, das Betroffene häufig davon abhält, sich ausreichend zu bewegen.

Hintergrund:

DMP-Programme sollen die Versorgung chronisch kranker Menschen verbessern und die Behandlung zwischen verschiedenen Versorgungsbereichen koordinieren. Die Anforderungen an DMP-Programme werden vom G-BA festgelegt und regelmäßig aktualisiert. Die Umsetzung erfolgt über regionale Verträge zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern, die vorab vom Bundesamt für Soziale Sicherung geprüft werden. Neben dem DMP chronischer Rückenschmerz hat der G-BA Vorgaben für weitere Erkrankungen, unter anderem Adipositas, Brustkrebs und COPD festgelegt. Als stellungnahmeberechtige Organisation wird, der SHV bei geplanten Änderungen dieser DMP-Programme angefragt werden und kann somit auch zukünftig die Expertise der unterschiedlichen Heilmittelerbringer platzieren. 

Weitere Artikel

Schluss mit dem Aufschieben – Jetzt gemeinsam mit dem IFK den TI-Prozess starten

2026 | 22.07. Wer das Thema TI auf die „lange Bank“ schiebt, ist nicht allein. Doch auch, wenn Aufschieben bisher der richtige Weg war: Je näher die Frist rückt, desto größer werden meist der Aufwand und der Druck. Nun ist also der richtige Augenblick sich mit dem Thema TI-Anschluss auseinanderzusetzen. Denn Fakt ist, dass die Anbindung Zeit kostet – und vielleicht auch das eine oder andere graue Haar. Tun Sie sich und Ihren Nerven einen Gefallen und öffnen Sie sich dem Thema (wieder).

Studie zu Wertschätzung bei der Arbeit in Gesundheitsberufen – Jetzt mitmachen!

2026 | 20.07. Nicht immer ist ein „gutes“ Gehalt ein Garant für zufriedene Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Vielmehr fördert es die Mitarbeiterzufriedenheit, wenn ein wertschätzender Umgang miteinander herrscht und die Erwartungen und Wünsche der Arbeitnehmerinnen ernstgenommen werden. Denn nur, wer sich an seinem Arbeitsplatz wohl fühlt, bleibt gerne bei seinem Arbeitgeber und ist in der Lage, eine stabile, qualitative und hochwertige Versorgung sicherzustellen.

BMG-Spitzengespräch zum Bürokratieabbau: Zentrale Forderung schafft es ins Maßnahmenpapier

2026 | 16.07. Am Rande der Debatten rund um das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz fand in der letzten Woche noch ein weiteres zukunftweisendes Gespräch in Berlin statt. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hatte zum Spitzengespräch „Bürokratieabbau“ geladen. Zum limitierten Teilnehmerkreis gehörte auch der Spitzenverband der Heilmittelverbände e. V. (SHV), für den Ute Repschläger und Manuela Pintarelli-Rauschenbach aus dem SHV-Vorstand vor Ort waren.