Mit KIM und TIM effizient, sicher und schnell im Praxisalltag kommunizieren

Heute beginnen wir mit unserer ersten Internetmeldung aus der Reihe „TI: Schluss mit dem Aufschieben“ in der wir uns mit den Zielen der TI beschäftigen und aufzeigen, wie KIM und TIM Ihren Praxisalltag erleichtern können.

Hauptzweck der TI ist die Verbesserung der Versorgungsqualität, indem alle Leistungserbringer auf sämtliche medizinische Informationen wie beispielsweise Vorbefunde oder Medikationspläne zugreifen können – und das datenschutzkonform, um die sensiblen Gesundheitsdaten zu schützen. Sie ermöglicht außerdem eine Effizienzsteigerung, da Mehrfachuntersuchungen vermieden werden können, und hat das Potenzial, bürokratischen Aufwand zu verringern. Ein Beispiel hierfür ist die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU), da die mehrfache Ausfertigung und der Postversand der Krankmeldungen durch den automatisierten Abruf entfallen. Darüber hinaus fördert die TI die Patientensouveränität, da auch diese Gruppe auf die Daten zugreifen und sie verwalten kann. 

Viele der langfristigen Ziele der Telematikinfrastruktur werden im Heilmittelbereich erst mit der Einführung der elektronischen Heilmittelverordnung vollständig wirksam. Nach aktuellem Stand ist diese für Juni 2029 vorgesehen. Doch Physiotherapeuten können auch schon jetzt Vorteile aus der TI-Anbindung ziehen. Durch KIM (Kommunikation im Medizin-wesen), eine Art sichere E-Mail zwischen den Beteiligten, lassen sich schon heute Informationen mit Ärzten, Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen austauschen – ganz ohne lästigen Papierkram, stundenlanges Hängen in der Warteschleife oder Gefahr, dass unerlaubte Personen auf die sensiblen Gesundheitsdaten zugreifen können.

Über KIM lassen sich beispielsweise Therapieberichte versenden, was nicht nur bedeutend schneller als über den analogen Weg vonstattengeht, sondern auch den Geldbeutel schont, da auf das Porto verzichtet werden kann. Auch Rückfragen zu Verordnungen können über diesen Weg gestellt werden, was ebenfalls Zeit und Nerven spart sowie in Sachen Flexibilität punktet. Denn: Die Beteiligten sind nicht mehr an gewisse Öffnungs- beziehungsweise Telefonzeiten gebunden, sondern können KIM zu ihrer präferierten Zeit aufrufen und die Nach-richten beantworten.

Ähnliche Vorteile bietet der TI-Messenger oder auch TIM genannt. Allerdings soll dieser Dienst in Sachen Geschwindigkeit und Flexibilität noch einen Schritt weiter gehen, indem er auf Smartphones, Tablets und Desktops gleichermaßen ein Instant Messaging inklusive Foto- und Videoversand ermöglicht und somit dem gestiegenen Bedürfnis nach einer Ad-hoc-Kommunikation gerecht wird. In seiner Anwendung und Funktion ist TIM somit vergleichbar mit WhatsApp, hat aber den entscheidenden Vorteil, dass der Informationsaustausch datenschutzkonform und sicher stattfindet. Allein durch die Tatsache, dass KIM und TIM Möglichkeiten zum sicheren, zeit- und ortsunabhängigen Austausch unter den verschiedensten Leistungserbringern bieten, kann deren flächendeckende Nutzung zur Verbesserung der Versorgungsqualität beitragen. 

In der nächsten Ausgabe werfen wir einen Blick auf die Gegenwart und Zukunft der Telematikinfrastruktur: Welchen Entwicklungsstand hat die TI heute und welche Weiterentwicklungen werden derzeit pilotiert?

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in der Juliausgabe unseres Fachmagazins „physiotherapie“. Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.

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