IFK und VPT verlassen Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen

IFK und VPT stehen für die Akademisierung der Therapieberufe ein. Auch das Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen hat sich bisher mit einer Stimme für eine Vollakademisierung der Therapiefachberufe Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie eingesetzt. Aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen, wie dieses Ziel erreicht werden soll, haben sich IFK und VPT entschlossen, das Bündnis zu verlassen.

Berufspolitik ist wichtig, um unsere Berufsstände weiterzubringen. IFK und VPT setzen sich daher mit starker Stimme für die Belange der Physiotherapeuten ein. Jedoch ist unsere oberste Prämisse immer der kritische und konstruktive Austausch mit den politischen Entscheidungsträgern. Die neue Kampagne des Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen „Alles nur Fassade” diskreditiert die Reform des Berufsgesetzes, obwohl noch kein Referentenentwurf vorliegt und über dessen Ausgestaltung zum jetzigen Zeitpunkt nur gemutmaßt werden kann. Von dieser Art der Kommunikation distanzieren sich IFK und VPT.  Wir sehen uns als konstruktive Partner der Politik und möchten auch in den weiteren Prozess unsere Kompetenzen einbringen.

IFK und VPT möchten sich auf einen zielorientierten Austausch und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen in der Politik konzentrieren. Eine enge Zusammenarbeit mit den anderen Verbänden der Heilmittelerbringer, wie wir sie im SHV pflegen, wird in bewährter Form fortgesetzt.

Unser langfristiges Ziel der Vollakademisierung werden wir nicht aus den Augen verlieren. Die Akademisierung rüstet uns für zukünftige Herausforderungen in der Physiotherapie, ist zentral für den Aufbau einer Forschungslandschaft, ein wichtiger Baustein gegen den grassierenden Fachkräftemangel und somit für die zukünftige Patientenversorgung.

Deswegen fordern wir einen schnellen Aufbau von Studienplätzen mit finanzieller Unterstützung der Länder durch den Bund sowie klare Durchstiegsmöglichkeiten in die akademische Ausbildung. Unser Ziel ist es, die Zahl der akademisch ausgebildeten Physiotherapeuten konsequent zu erhöhen.

Weitere Artikel

G-BA erweitert Diagnoseliste zum langfristigen Heilmittelbedarf (LHB)

2026 | 21.08. In seiner gestrigen Sitzung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Diagnoseliste für den langfristigen Heilmittelbedarf (LHB) um die Indikationen „Multisystematrophie vom Parkinson-Typ (MSA-P, ICD-10-GM G23.2)“ und „Multisystematrophie vom zerebellären Typ (MSA-C, ICD-10-GM G23.3)“ erweitert.

Erhöhung der Höchstbeträge für beihilfefähige Aufwendungen ab 1. September 2026

2026 | 18.08. Ab dem 1. September 2026 steigen erneut die Höchstsätze der Bundesbeihilfeverordnung für einige Leistungen. Dies betrifft unter anderem die Erweiterte ambulante Physiotherapie (EAP) (Anstieg von 115,30 Euro auf 123,80 Euro) sowie Leistungen im Bereich „Sonstiges“, die für alle Heilmittelbereiche einheitlich gelten. Hierzu gehört auch die versorgungsbezogene Pauschale je Blankoverordnung (Anstieg von 98,60 Euro auf 102,70 Euro), die bei beihilfeberechtigten Patienten noch erstattet wird.  

Wie sich die Telematikinfrastruktur weiterentwickelt

2026 | 17.08. In unserer Reihe „TI: Schluss mit dem Aufschieben“ führen wir Sie Woche für Woche an die TI heran. Heute wollen wir einen Blick auf ihren derzeitigen Stand und geplante Weiterentwicklungen werfen. Dass sich die Telematikinfrastruktur weiterentwickelt, wird vor allem daran deutlich, dass wir seit 2026 von der TI 2.0 sprechen. Diese Weiterentwickelung funktioniert von jedem Ort aus und ganz ohne spezielle Geräte, da sie über das Internet erreichbar ist.