GKV-Reserven steigen auf Rekordwert

Die gesetzlichen Krankenkassen sind finanziell so gut aufgestellt wie noch nie. Wie das Bundesgesundheitsministerium vermeldet, stiegen die GKV-Reserven zum 1. Halbjahr 2018 erstmals auf einen Rekordwert von mehr als 20 Mrd. Euro. Zusätzlich verfügt der Gesundheitsfonds über eine Liquiditätsreserve von rund 9,1 Mrd. Euro.

Grund für das Plus sind die Überschüsse, die die 110 Krankenkassen auch im zweiten Quartal erzielt haben. Einnahmen i. H. v. von 120,3 Mrd. Euro stehen Ausgaben i. H. v. 119,6 Mrd. Euro gegenüber. Spitzenreiter waren wieder die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), die Überschüsse von rund 371 Millionen Euro erwirtschafteten. Die Ersatzkassen erzielten ein Plus von 151 Millionen Euro.

Der Anteil der Heilmittel an den Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung verbleibt trotz Ausgabensteigerungen von 7,4 % gegenüber dem Vorjahr weiter auf dem seit Jahren gewohnt niedrigen Niveau von rund 3 %. Umso mehr gilt es, die vorhandenen Überschüsse in der GKV sinnvoll zu nutzen: Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Fachkräftemangels, muss die gesellschaftlich wichtige Heilmittel-Branche durch angemessene Vergütungen zukunftsfähig gestaltet und so nachhaltig die flächendeckende Versorgung der Patienten gesichert werden.

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