Fachkräfteengpässe in Unternehmen

Auch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) bestätigt in einer neuen Auswertung für das Bundeswirtschaftsministerium den vom IFK schon länger bemängelten Fachkräftemangel in der Physiotherapie. Auf die Anzahl gemeldeter freier Arbeitsstellen kommen nur halb so viele arbeitslose Physiotherapeuten.

Im vergangenen Monat wurde die Ausarbeitung „Fachkräfteengpässe in Unternehmen - Die Altersstruktur in Engpassberufen“ veröffentlicht, die vor allen Dingen die Bereiche „Gesundheit, Soziales und Bildung“ hervorhebt. Engpässe bestehen - nach Definition des IW – wenn die Zahl an Arbeitslosen nicht ausreicht, um alle offenen Stellen zu besetzen.Das Berufsfeld „Gesundheit, Soziales und Bildung“ war mit Stand September 2014 von 26 Engpassberufen betroffen. Insgesamt wurden in dem Berufsfeld 98 Berufsgattungen betrachtet. Das IW gibt an, dass im September 2014 im Bereich Physiotherapie je 100 gemeldete Stellen lediglich 53 Arbeitslose vorhanden waren. Zudem hat sich das IW mit der Altersstruktur der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten befasst. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass immer mehr ältere Menschen erwerbstätig sind. Für die Berufsgruppe Physiotherapie lässt sich allerdings sagen, dass der Anteil der über 50-jährigen im Vergleich zu anderen Gesundheitsberufen geringer ist.Der IFK sieht sich in der Position erneut bestätigt, dass der akute Fachkräftemangel schon mittelfristig zu noch größeren Versorgungslücken führt, die letztlich auf dem Rücken der Patienten ausgetragen werden. Daher ist es wichtiger denn je, vor allem über eine angemessene Vergütung und mehr fachliche Freiräume den Beruf des Physiotherapeuten wieder attraktiver zu machen.
 
Folgende Darstellungen der IW-Ausarbeitung verdienen besondere Beachtung:
 

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