Was tun gegen Fachkräftemangel?

Die diesjährige Vertreterversammlung des IFK machte deutlich, wie stark die Herausforderung des Fachkräftemangels die Physiotherapie umtreibt. Die Vorsitzenden der Regionalausschüsse des IFK stellten die vielschichtigen Probleme dar, mit denen die Praxisinhaber konfrontiert werden, wenn sie Personal suchen.

Die Vertreterversammlung war sich einig: Die Attraktivität des Berufs muss gesteigert werden. Und zwar in erster Linie durch eine angemessene Vergütung für die physiotherapeutischen Leistungen. In diesem Kontext erörterte die Vertreterversammlung auch die Chance, die Kopplung an die Grundlohnsumme im Rahmen des E-Health-Gesetzes zu kippen.

Breiten Raum nahm die Diskussion über das Urteil des OLG Düsseldorf zur Osteopathie ein. Die Vertreterversammlung bekräftigte die Forderung des Vorstands, durch flächendeckende Weiterbildungs- und Prüfungsordnungen der Länder für den Bereich der Osteopathie nach hessischem Muster zum einen Rechtssicherheit für die Anwendung osteopathischer Techniken durch Physiotherapeuten zu schaffen und zum anderen eine qualitätsgesicherte osteopathische Weiterbildung zu etablieren.

Im Zusammenhang mit dem gerade vom Bundestag verabschiedeten Palliativgesetz befasste sich die Vertreterversammlung intensiv mit den Möglichkeiten der Physiotherapie, dazu beizutragen, die Lebensqualität im finalen Stadium einer Erkrankung möglichst lange auf einem möglichst hohen Niveau zu halten.

Das Thesenpapier „Direktzugang - mehr Autonomie für Physiotherapeuten“ stieß auf die uneingeschränkte Zustimmung der Vertreterversammlung. Die IFK-Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger bezeichnete die Blanko-Verordnung - entsprechend des IFK-Thesenpapiers - als Falle für die Physiotherapeuten.

Weitere Artikel

NRW sieht Chancen im Direktzugang zu Therapien – verweist aber auf Bund

2026 | 01.04. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen bewertet den möglichen Direktzugang zu therapeutischen Leistungen grundsätzlich positiv, sieht die Zuständigkeit jedoch beim Bund. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage 7192 vom 9. Februar 2026 der Abgeordneten Silvia Gosewinkel, Christina Weng und Rodion Bakum der SPD-Fraktion hervor.

IFK-Jahreshauptversammlung: Das Jahr 2025 im Blick

2026 | 30.03. Am 21. März hatte der IFK seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung geladen. Bei sonnigem Wetter fanden sich Mitglieder aus Verband, Vorstand und Geschäftsstelle in den Räumlichkeiten des Fortbildungszentrums in Bochum ein. Auf der Tagesordnung stand der Rückblick auf die Verbandsarbeit des letzten Jahres.

Evaluation Blankoverordnung: Bitte um Umfrageteilnahme

2026 | 27.03. Behandeln Sie Patienten mit Schulterbeschwerden im Rahmen der Blankoverordnung? Dann laden wir Sie herzlich ein, an einer kurzen Umfrage der Hochschule Bochum teilzunehmen, durch die praxisnahe Erkenntnisse zur Umsetzung der Blankoverordnung gewonnen werden sollen.